Dienstag, 5. Mai 2009

Kampf gegen oder für den Menschen


Wer von uns ist wirklich bereit, auf Kämpfe gegen den Menschen zu verzichten, wenn er damit sogar Kriege verhindern kann?

Nicht nur Boxkämpfe, sondern all die sogenannten sportlichen Wettkämpfe, die von sehr, sehr vielen Menschen geschätzt werden, gehören zu den gegen den Menschen gerichteten Kämpfen. Wer daran zweifelt, sollte sich einmal fragen, ob es der Menschheit etwas besser geht, wenn der Verein A den Verein B in einem Fußball-Kampf besiegt, oder ob es der Menschheit schlechter geht, wenn das Ergebnis anders ist. – Dennoch wird kaum ein Anhänger dieser Kämpfe auf sein Vergnügen verzichten wollen.

Die Römer erfreuten sich an ihren Gladiatorenkämpfen, heute gibt es Fußball und Tennis.

Die Kämpfe gegen Hunger, Folter, mangelhafte Bildung, gegen jede Gewalt, das sind Kämpfe für die Menschheit.

Weshalb ist diese strenge Trennung erforderlich? – Sie vereinfacht das Verfahren, schädliche und letztlich auf einen Krieg zusteuernde Kämpfe herauszufinden. Kann nicht nachgewiesen werden, dass ein bestimmter Kampf der Menschheit zum Vorteil gereicht, dann gilt er als gegen den Menschen gerichtet. Ohne diese strenge Trennung muss in jedem Einzelfall nachgewiesen werden, dass ein Kampf gegen die Menschheit gerichtet ist, was erheblich schwieriger ist.

Die angeblich harmlosen Kämpfe im Sportbereich erweisen sich vor allem deswegen als schädlich, weil sie den Kampf gesellschaftsfähig machen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolf-Gero Bajohr


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